Archiv des Autors: alex

Osiris Land von Wolfgang Jeschke

Auf knapp über 100 Seiten erzählt Wolfgang Jeschke die Geschichte von der Reise des Wissenschaftlers Jack Freyman und dem jungen Kameltreiber Beschîr, durch das postapokalyptische Nordafrika.

Europa ist nach einem Atomkrieg menschenleer geworden und die wenigen Überlebenden haben sich auf einer gefährlichen Flucht nach Afrika gerettet, nur um dort mit Rassismus gegen Europäer und offenem Hass, der teilweise in Massakern gipfelt,  konfrontiert zu sein. Die Zivilisation wie wir sie kennen existiert nicht mehr. Eine offene Gesellschaft, Autos, Flugzeuge und Strom gehören der Vergangenheit an.

In dieser Welt gibt es Gerüchte von unheimlichen Lichterscheinungen und Raumfahrtaktivitäten am Rande der bewohnbaren Zone. Der Wissenschaftler Jack Freyman, genannt Master Jack, begibt sich auf eine gefährliche Reise vom Königreich Kotoko am Nordufer des Tschadsees durch die Wüsten Nordafrikas bis ins ehemalige Ägypten.

Ein kurzer, aber lesenswerter Roman, den ich mir als längere und noch detaillierter ausgearbeitete Fassung gewünscht hätte. Die Geschichte böte sich hervorragende für einen Science-Fiction-Film im Stil von Stargate an. Vielleicht hat Roland Emmerich sich auch von diesem Roman inspirieren lassen, als er das Drehbuch für den Film geschrieben hat.

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Das Cusanus-Spiel von Wolfgang Jeschke

Seit dem ich im letzten Jahr Der letzte Tag der Schöpfung gelesen habe ist Wolfgang Jeschke zu einem meiner Lieblingsautoren der Gegenwart geworden.

Mit seinem im Jahr 2005 erschienenen Roman Das Cusanus-Spiel hat er es wieder in überragender Weise verstanden eine sehr spannende Zeitreisegeschichte ohne logische Brüche zu schreiben.

Der Roman spielt in einer nahen Zukunft in der Mitte dieses Jahrhunderts in einem Europa, dass durch einen Super-GAU im an der Mosel gelegenen französischen Kernkraftwerk Cattenom, zu einem Plutonium verseuchten menschenfeindlichen Ort geworden ist. Sehr beeindruckend werden auch die politischen Umwälzungen, der durch das Unglück hervorgerufene Zerfall der Europäischen Union und die damit neu entstandenen Staatengebilde beschrieben.

Gleichzeitig erhält der Leser in einem parallelen Handlungsstrang, der am selben Ort, aber zu einer anderen Zeit spielt, ein detailliertes lebendiges Bild vom Leben der Menschen im Mittelalter.

Wider erweist sich Jeschke als Meister der realistischen Science-Fiction-Literatur, indem er, neben der glaubhaften Schilderung der Auswirkungen des radioaktiven Fallouts in den kontaminierten Gebieten in Mitteleuropa, seine Protagonisten in die Vergangenheit reisen lässt, ohne dabei die Konsequenzen aus deren Handlungen auf eine der dann folgenden Gegenwarten, außer Acht zu lassen.

Anfangs bin ich bei meiner Ausgabe des Romans, den ich als Mängelexemplar gekauft habe, fälschlicher Weise davon ausgegangen, dass die sich auf den ersten Blick wiederholenden Textpassagen ein Druckfehler sind. Bei näherer Betrachtung erkennt man aber die kleinen Variationen der Geschichte, die die Handlungen einer Zeit auf die Realität in einer anderen Zeit haben.

Das Cusanus-Spiel ist überaus empfehlenswertes Buch, dass dem einen oder anderen Leser eine schlaflose durchlesene Nacht bereiten dürfte, da die Geschichte, trotz der manchmal etwas verwirrenden parallelen Handlungssträngen, äußerst fesselnd ist.

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Die Liebe der Fische von Steinunn Sigurðardóttir

Nach langer Pause im Literaturvideoblog gibt es endlich wieder eine neue Rezension eines Buches.

Ich selber habe bisher noch nichts von der isländischen Schriftstellerin Steinunn Sigurðardóttir gelesen, aber, wie mir aus gut unterrichteten Kreisen berichtet wurde, hat die Autorin, die, laut Wikipedia, meist in Berlin Kreuzberg wohnt, einen sehr schönen und angenehm zu lesenden Schreibstil.

Wer als Mann Gründe sucht sich mit isländischer Frauenliteratur zu beschäftigen, sollte sich unbedingt die Videorezension zu diesem Buch anschauen und sich anschließend selber ein Urteil dazu bilden.

Mit ihrem knapp über 90 Seiten langen Roman  Die Liebe der Fische hat sie eine sehr schöne kurzweilige Liebesgeschichte für den Sommer verfasst.

 

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Der letzte Tag der Schöpfung von Wolfgang Jeschke

Der letzte Tag der Schöpfung hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen, wie es schon lange Zeit kein Buch mehr vermocht hat. Dieser Roman liest sich als wäre er in der Gegenwart, also im Jahr 2010, geschrieben worden, aber Wolfgang Jeschke hat ihn bereits 1977 fertiggestellt und 1981 veröffentlicht. Die erste Zeitreise-Geschichte, die ich bisher gelesen habe, die nicht erst durch die Ausblendung von Logik erzählbar wird. Eine durch und durch schlüssige Geschichte in einem großartigen Setting.

Der größte Teil der Handlung spielt im Mittelmeerraum vor ca. 5,3 Millionen Jahren. Zu dieser Zeit gab es zwischen Afrika und Europa eine riesige Senke, da die Straße von Gibraltar, wie eine gigantische Staumauer, geschlossen war und der dadurch fehlende Zufluss von Wasser aus dem Atlantik die Existenz des Mittelmeeres zeitweise nicht ermöglicht hat.

Die wissenschaftliche Grundlage, auf der Jeschkes Roman fußt, entstand durch das Forschungsschiff „Glomar Challanger“, welches in den 1970er Jahren auf mehreren Expeditionen Tiefseebohrungen im Mittelmeer durchgeführt hat mit deren Hilfe die Austrocknung in der Vergangenheit bewiesen werden konnte. Der Geologie Professor Kenneth J. Hsü hat, als leitender Forscher dieser Expeditionen, die Ergebnisse in seinem Buch Das Mittelmeer war eine Wüste sehr anschaulich zusammengefasst. (Harnack Verlag, München, ISBN 3-88966-012-6). Dabei ist noch anzumerken, dass das Buch 1984 veröffentlicht wurde, also 7 Jahre nach Der letzte Tag der Schöpfung.

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Tender Bar von J. R. Moehringer

Ein heißer Freitagabend im Volkspark Friedrichshain. Ein sehr schöner Ort, um in den letzten Strahlen der untergehenden Sonne noch ein paar Seiten zu lesen.

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Die Invasion von Bernard Werber

Letztes Wochenende lag ich im Mauerpark und habe die letzten Seiten des Romans Blutmusik von Greg Bear gelesen. Währenddessen wurde ich permanent von fiesen kleinen Ameisen gepiesackt, egal wohin ich im Mauerpark auch geflohen bin. Sie krabbeln aber auch wirklich überall hin!

Dabei ist mir meine Roman-Entdeckung bei Thalia in den Schönhauser Allee Arcaden wieder eingefallen. Beim Stöbern nach neuem Lesestoff von Greg Bear bin ich auf das Buch Die Invasion von Bernard Werber gestoßen. Sofort musste ich an den großartigen Science Fiction Film Phase IV von 1974 denken, in dem sich hoch intelligente Ameisen zusammenschließen und ein paar Insektenforscher in der Wüste von Arizona angreifen.

Eigentlich wollte ich mir noch ein paar Leserbewertungen bei Amazon anschauen, bevor ich 16 Euro für den knapp 1400 Seiten langen Wälzer ausgebe, aber mein persönlicher Ameisen-Terror gab dann den Ausschlag das Buch zu kaufen.

Bisher habe ich davon knapp 150 Seiten gelesen und bin wirklich begeistert von der fesselnden Story, die einerseits aus der Perspektive einiger Ameisen und andererseits aus der Sichtweise einer jungen Familie erzählt wird.

Noch ist es aber zu früh, um eine wirkliche Buchempfehlung auszusprechen, die ich dann auch mal als Video einstellen werde.

Nachtrag: Die Invasion ist der Sammelband der Ameisen Trilogie von Bernard Werber. Die ersten eineinhalb Bände habe ich inzwischen mit großer Begeisterung und Faszination verschlungen. Es läuft alles immer mehr auf einen Krieg zwischen Ameisen und Menschen hinaus, wobei ich mir nicht sicher bin, dass die Menschen als Sieger daraus hervorgehen…

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First as Tragedy, Then as Farce von Slavoj Zizek

Englische Ausgabe

Diesen philosophisch geprägten Literaturtipp habe ich ebenfalls am Samstag, den 3. Juli nach dem Deutschland-Argentinien Fußballspiel aufgenommen. Das laute Gegröhle im Hintergrund am Anfang des Videos führe ich auf ausgiebigen Bierkonsum während des vorangegangenen Spiels zurück.

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Fegefeuer der Eitelkeiten von Tom Wolfe

Der erste Literaturtipp ist endlich da!

Ein heißer Samstag Nachmittag im Berliner Mauerpark, Deutschland hat kurz vorher Argentinien im Viertelfinale der Fußball-WM mit 4:0 deklassiert und trotzdem finden einige wenige Menschen Zeit und Muße zum Lesen.

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Blutmusik von Greg Bear

Momentan lese ich den Wissenschaftsthriller „Blutmusik“ von Greg Bear.


Mitte der 1990er Jahre habe ich dieses Buch bereits schon einmal gelesen und es hat in mir eine große Begeisterung für Biologie entfacht. Damals war es allerdings eine etwas kürzere Ausgabe mit 352 Seiten, die aktuelle Version ist 432 Seiten lang. Nach wie vor liest sich das Buch sehr gut und ist spannend. Bisher habe ich aber noch keine großen Unterschiede zwischen den beiden Ausgaben bemerkt, außer dass sich die letzten Absätze im Buch unterscheiden.

Nachtrag: Beide Bücher haben definitiv einen ähnlichen Inhalt, die neue Version ist nicht erweitert worden. Der einzige Unterschied liegt in den Übersetzungen. 1988 hat Walter Brumm seine etwas kompaktere, daher auch kürzere Version, erstellt. In der Zwischenzeit hat sich die Übersetzerin Usch Kiausch mit, soweit ich weiß, allen Werken von Greg Bear einen Namen gemacht. Sie hat dementsprechend auch Blutmusik 20 Jahre nach der ersten Übersetzung noch einmal ins Deutsche übertragen. Ich finde sie hat ihren Job ziemlich gut gemacht, den ihre Sprache wirkt viel anschaulicher.

Ein kleines Beispiel, um die Unterschiede zu verdeutlichen:

1988: „Die Noosphäre schüttelte ihre Schwingen. Wo ihre Spitzen sich berührten, tanzten die Sterne, feierten, wurden leuchtende Schneeflocken.“

2008: „Die Noosphäre breitete ihre Schwingen aus. Und selbst die Sterne begannen dort, wo die Schwingen sie berührten, ausgelassen zu tanzen und wurden dabei zu brennenden Schneeflocken.“

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Moin moin!

An dieser Stelle werden in Zukunft unterschiedlichste Menschen Bücher, die sie gerade lesen, in einem kurzen Video vorstellen.

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